Captchas, was ist das, warum kriege ich die auf einmal?

Ein Captcha ['kæptʃə] (der oder das, auch CAPTCHA ; engl. completely automated public Turing test to tell computers and humans apart „vollautomatischer öffentlicher Turing-Test zur Unterscheidung von Computern und Menschen“) wird verwendet, um festzustellen, ob ein Mensch oder eine Maschine (Roboter[programm], kurz Bot) einbezogen ist. In der Regel dient dies zur Prüfung, von wem Eingaben in Internetformulare erfolgt sind, weil Roboter hier oft missbräuchlich eingesetzt werden. Captchas dienen also der Sicherheit. Im Unterschied zum klassischen Turing-Test zielen Captchas darauf ab, dass Computer (und nicht Menschen) Maschine und Mensch klar unterscheiden können.

Soweit dazu Wikipedia.

Warum Captchas

Um maschinellen Mißbrauch von Diensten zu vermeiden. Wir bei Gardion hatten das gleiche Problem, ohne einen simplen Test bei der erstmaligen Erstellung von Nutzerkonten erhielten wir immer mehr, offensichtlich maschinell generierte, „Nutzer“. Jeder Blog- und Webshop Betreiber kennt das Problem.
Die Absicht hinter Captchas ist also erst mal „sauber“.

Warum sind Captchas dann doch ein Privatheits-Problem?

„It’s the implementation, stupid“ - Wenn ein Dienstbetreiber selber einen einfachen Captcha umsetzt ist das kein Problem. Wenn er es sich vermeintlich einfach machen möchte und etwa den Dienst „ReCaptcha“ von Google nutzt, wird es problematisch. Denn dann wird der Besuch mit all seinen Metadaten (und Trackingcookies) an Google übermittelt und - voilá - fertig ist der nächste Datenpunkt.
Online-Tracking hat viele Facetten, und zentral angebotene Captcha-Dienste sind eine davon.

Warum kriege ich mit der Nutzung von Gardion und anderen Internetzugängen die meine Privatsphäre respektieren mehr Captchas vorgesetzt?

Sobald Sie eine Verschleierungstechnik (VPN, TOR etc.) einsetzen kommt ihr Netzwerkverkehr nicht mehr aus den gängigen IP-Bereichen (ASN-Bereichen) der Zugangsanbieter wie Kabel BW oder der Telekom. Das erkennt die Website gegenüber und schaltet eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme dazwischen um - wie oben erläutert - automatisierte Bösewichter abzublocken. Das fällt uns hier (wie auch den anderen VPN-Anbietern) auf die Füße.

In der Kritik stehen auch Dienstleister die, für den Websitebesucher im Verborgenen, im Auftrag des Website-Betreibers den Netzwerkverkehr absichern sollen, etwa Cloudflare.

Und damit beißt sich die sprichwörtliche Katze in den Schwanz: Durch die Nutzung eines VPN erhalten Sie mehr Captchas als sonst, Gardion blockiert aber in den Filterstufen sechs und höher jeglichen Netzwerkverkehr mit Google-Servern. Damit kann die Website nicht den benötigten Captcha-Test durchführen und lässt Sie nicht rein.

Was also tun?

Letzlich bleibt nur ein Wechsel des Anbieters oder diesen zu nerven, bis Sie ggf. auf das Captcha verzichten, oder wenigstens einen eigenen, äquivalenten Test einsetzen. Vorübergehend hilft es auch Filterstufe fünf und kleiner zu wählen, weil dann wenigstens ReCaptcha wieder funktioniert.